Medizinische Grundversorgung in Lufaj

Wenn man von einem „hintersten Winkel im hintersten Winkel“ sprechen möchte, dann ist die Gegend um Lufaj wohl prädestiniert dafür.

Motorisiert nur schwer, ohne geländetaugliches Fahrzeug praktisch unmöglich zu erreichen, liegt das Dorf im Bezirk Selite. Rund zwei Autostunden auf Straßen, die jeglicher Beschreibung spotten, von Rreshen entfernt – zwei Autostunden also auch vom Hauptkrankenhaus. Eine abenteuerliche Fahrt bei guter Witterung, ein Risiko bei Schlechtwetter, ein Ding der Unmöglichkeit in den Wintermonaten. Die Menschen leben von der Landwirtschaft, versuchen aus den kargen Böden das Bestmögliche zu erwirtschaften, halten sich dazu noch ein paar Stück Vieh.

Die bisher in der Schule des Dorfes angesiedelte Krankenstation ist zwar noch in Betrieb, aber baufällig. Der Hang, an dem sie errichtet wurde, droht abzurutschen. Fließendes Wasser ist ebenso wenig vorhanden wir Strom, Heizung und Toilette. Kein Wunder, dass der Wunsch der Bewohner, aber auch des zuständigen Arztes, nach einer neuen Station laut wurde.

Nachdem seitens der Kommune ein geeignetes Grundstück gefunden und zur Verfügung gestellt werden konnte, wurde mit dem Bau der neuen Station im Frühjahr 2013 begonnen. Diese Einrichtung soll den 25 Familien der Region die notwendigste medizinische Versorgung garantieren. Dauerhaft betreut durch eine Krankenschwester, regelmäßig besucht durch den zuständigen Arzt, ist eine Erstversorgung bei Unfällen genauso gewährleistet wie allgemeine Untersuchungen, Impfungen, Betreuung bei Schwangerschaften, Prophylaxe und Nachsorge.

Dank der großzügigen Unterstützung der Fam. Walter-Heinz und Edith Rhomberg und der Firma Rhomberg Bau konnte der Neubau der Krankenstation in Lufaj schneller als geplant realisiert werden.

DANKE! FALEMINDERIT!